Mont Jafferau – zwischen Militärgeschichte, Schotter und echtem Adventure-Erlebnis
Der Mont Jafferau ist für mich eine der Strecken, die jeder Reiseendurofahrer einmal gefahren sein sollte – wegen der Mischung aus Aussicht, Militärgeschichte, Schotter und technischen Passagen.
Wir sind über Salbertrand – Pramand – Moncellier aufgefahren. Nach starken Gewittern war die Strecke entsprechend ausgewaschen und deutlich anspruchsvoller als bei Trockenheit.
Für geübte Fahrer ist das fahrbar, dennoch gilt: Strecke und Material nicht unterschätzen. Besonders Reifen und Felgen werden stark beansprucht – es gab bereits Berichte über Reifenpannen und Felgenschäden.
Fort Pramand – Technik trifft Aussicht
Der Abstecher zum Fort Pramand lohnt sich. Der letzte Abschnitt ist technisch und nur für erfahrene Fahrer geeignet. Oben wartet eine starke Aussicht über die Täler.
Galleria del Seguret – echtes Adventure-Feeling
Die Galleria del Seguret ist ein Highlight der Tour: dunkel, feucht und historisch.
Tipp: Getönte Visiere vor der Einfahrt hochklappen – die Sicht ist im Tunnel deutlich besser.
Im Tunnel gibt es Pfützen und Wasser von der Decke, was an heißen Tagen angenehm ist. Danach bietet sich ein kurzer Stopp zum Anpassen der Ausrüstung an.
Fort al Seguret – Erinnerung an die Realität
Am Fort al Seguret lohnt ein kurzer Halt. Dort sahen wir die Bergung eines umgekippten 4x4 – ein klares Zeichen, dass der Jafferau nicht zu unterschätzen ist.
Fahrweise, Tempo und Technik müssen immer den Bedingungen angepasst werden.
Auf zum Monte Jafferau
Der Weg Richtung Gipfel ist einer der schönsten Abschnitte: Schotter, Hochgebirge und Militärwege in perfekter Kombination.
Unterwegs passiert man das Baraccamento della Colletta Jafferau. Danach folgt ein rauer Pflasterweg mit engen Kehren. Steilere Abkürzungen sind nur für sehr erfahrene Fahrer geeignet.
Gipfel – Monte Jafferau
Oben angekommen wird man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Ein Moment zum Anhalten, Durchatmen und Genießen – genau dafür fährt man Reiseenduro.
Abfahrt über die Skipiste
Die Skipiste ist mit guter Technik gut fahrbar. Wer möchte, kann sie auch bergauf als zusätzliche Herausforderung nutzen.
Wichtig bleibt: Tempo und Linie richten sich nach dem Untergrund, nicht nach Ehrgeiz.
Forte Fönes – letzter Abschnitt
Über Waldwege ging es weiter zum Forte Fönes. Bei Nässe ist hier besondere Vorsicht geboten, da Wurzeln und Steine schnell rutschig werden.
Danach Rückfahrt nach Salbertrand – mit dem typischen Jafferau-Gefühl: Man entdeckt immer wieder neue Varianten und Perspektiven.
Fazit
Der Mont Jafferau ist eine klare Empfehlung für Reiseendurofahrer.
Die Mischung aus Militärstraßen, Technik, Tunnel, Forts und Landschaft macht die Tour einzigartig.
Aber: Respekt ist Pflicht. Wetter, Untergrund und Material können die Strecke schnell verändern.
Wichtig
Die Strecke ist nur an freigegebenen Tagen – aktuell mittwochs und samstags – befahrbar. Vorher unbedingt informieren.
Außerdem sind Wanderer und andere Verkehrsteilnehmer unterwegs. Bitte rücksichtsvoll und aufmerksam fahren.
Gas raus, Augen auf – und den Jafferau genießen!
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